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Heike Carin Frey
Neue Allianzen
Foto: Lena Lux
Artist Statement
Meine Malerei macht Welten spürbar, in denen das Vertraute und das Organische neue Allianzen eingehen. Die Arbeiten bewegen sich dabei im Spannungsfeld zwischen künstlicher Ordnung und natürlicher Dynamik. Es ist eine fortlaufende visuelle Forschung, die starre Gegensätze auflöst und das spannungsreiche Gefüge unserer gebauten und gewachsenen Umwelt hinterfragt.
Jede Werkreihe ergründet eine eigene Dimension von Raum und Verbundenheit: vom architektonischen Zusammenspiel einer "Parallelwelt", über den untrennbar verwobenen Mikrokosmos einer "Symbiose", bis hin zur unaufhaltsamen vegetativen Dynamik der "Ranken". Farbintensive Malerei und surreale Sujets fordern Sehgewohnheiten heraus; sie verlangen ein genaues Hinsehen und aktivieren die Fantasie des Betrachters.
Meine Mission ist es, die Trennung zwischen Mensch, Natur und Architektur aufzuheben und Räume zu schaffen, in denen der Blick frei von Erwartungen wird und die Fantasie auf Entdeckungsreise gehen darf. Es ist eine Einladung, die tiefen, oft verborgenen Strukturen unserer Umwelt neu wahrzunehmen. Dabei überschreiten einzelne meiner Arbeiten bewusst die Grenzen ihrer Serie und gehen im Dialog miteinander neue Allianzen ein.
Gebaute Welten, organischer Wandel:
Das spannungsreiche Gefüge in der Malerei von
Heike Carin Frey
In ihrer künstlerischen Praxis agiert Heike Carin Frey konsequent prozessorientiert. Ausgehend von Skizzen oder Fotografien, nutzt sie die vielschichtige Überarbeitung der Leinwand, um einen dynamischen Dialog zwischen Zufall und bewusster Gestaltung zu erzeugen. Im Zuge dieses Prozesses bricht die Künstlerin bestehende Kompositionen immer wieder auf und gibt dem Moment spontaner Entdeckungen gezielt Raum. Jedes Werk präsentiert sich so als das Ergebnis einer ganz eigenen Entwicklung.
Aus diesem Dialog erwächst das spannungsreiche Gefüge ihrer Arbeiten: Gebaute Welten und architektonische Fragmente treffen auf dichte Texturen und ambivalente organische Formen. Es entstehen ebenso pulsierende wie subtile, stille Bildwelten, die die Grenze zwischen Realität und Fiktion aufheben und zu einer neuen Einheit formen. Freys Werke entziehen sich einer eindeutigen Lesbarkeit. Sie entlassen die Betrachtenden stattdessen in einen sich ständig wandelnden, tiefgründigen Interpretationsraum.

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